DIE HERAUSFORDERUNG
In landwirtschaftlichen Fahrzeugen kamen bisher mehrere einzelne Leuchten zum Einsatz, um alle Beleuchtungsanforderungen zu erfüllen – jede Funktion mit ihrer eigenen Hardwareeinheit. Das machte die Verkabelung komplex, kostete wertvollen Bauraum und trieb die Fertigungs- wie auch die Wartungskosten in die Höhe.
Mit der Weiterentwicklung der Fahrzeugplattformen wuchs der Bedarf an einer kompakteren und flexibleren Lösung: weniger Hardware-Komplexität, ohne Abstriche bei den strengen Anforderungen an die funktionale Sicherheit.
DIE LÖSUNG
Wir haben mehrere Beleuchtungsfunktionen in einer einzigen, konfigurierbaren Einheit zusammengefasst. Das vereinfacht die Integration in das Fahrzeug erheblich und senkt die Gesamtkomplexität der Hardware.
Auf Basis unserer Expertise in der funktionalen Sicherheit – von der Gefahrenanalyse bis zur Validierung – haben wir eine Lösung mitentwickelt, die die Norm ISO 25119 vollständig erfüllt und den Entwicklungsprozess gleichzeitig verschlankt.
CI/CD-Pipelines und automatisierte Tests verkürzen die Entwicklungszyklen, decken Fehler früher auf und erhöhen die langfristige Wartbarkeit. Die enge Zusammenarbeit interdisziplinärer Teams aus Hardware, Software und funktionaler Sicherheit ermöglichte eine nahtlose Systemintegration.
Systemarchitektur und Software sind konsequent auf Wiederverwendbarkeit und Anpassungsfähigkeit ausgelegt: Die Lösung unterstützt mehrere Beleuchtungskonfigurationen und bietet dem Kunden so langfristigen Nutzen.
DIE ERGEBNISSE
Das Ergebnis ist ein schlankes, modulares Beleuchtungssystem, das mehrere Funktionen in einer einzigen kompakten Einheit vereint. Es senkt den Platzbedarf der Hardware, vereinfacht die Fahrzeugmontage und erleichtert Diagnose und Wartung – bei durchgehend hohen Sicherheits- und Zuverlässigkeitsstandards.
TECHNISCHE HIGHLIGHTS
Die Lösung basiert auf einer einzigen Leiterplatte: Ein Mikrocontroller steuert mehrere LED-Gruppen und unterstützt auf kompakter Grundfläche Konfigurationen für Blinker, Frontpositionsleuchten, Seitenmarkierungsleuchten und Warnblinkanlage. Die Kommunikation erfolgt über das LIN-2.2-Protokoll, wobei das System als Slave arbeitet und so nahtlos mit gängigen Fahrzeug-Steuergeräten zusammenspielt.
Das System ist für die Sicherheitsstufen AgPLr A und SRL B nach ISO 25119 ausgelegt. Seine modulare Softwarearchitektur umfasst LIN-Kommunikation, LED-Steuerung, Diagnose und Fehlerbehandlung sowie die Variantenerkennung beim Systemstart – und lässt sich so in verschiedenen Beleuchtungskonfigurationen wiederverwenden.
Ein umfassender Sicherheitsnachweis dokumentiert Gefahrenanalyse, Risikoklassifizierung, Maßnahmen zur Risikominderung sowie klar definierte sichere Zustände für Fehlerfälle wie den Verlust der LIN-Kommunikation oder den Ausfall einzelner LEDs. Für Rückverfolgbarkeit und Normkonformität sorgt eine automatisierte Toolchain auf Basis von CI/CD-Pipelines, die statische Analysen, automatisierte Tests und die Erstellung von Compliance-Artefakten integriert. Durch strenge Dokumentation und strukturierte Überprüfungszyklen erreichte das Projekt die vollständige Konformität mit ISO 25119.
