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Validierung automatisierter Fahrsysteme

Ein Überblick über die neue Bewertungs- und Prüfmethode (NATM)

Autonome Fahrzeuge werden heute schon auf öffentlichen Straßen getestet. Doch je höher der Automatisierungsgrad, desto deutlicher stoßen klassische Validierungsmethoden an ihre Grenzen: Sie liefern nicht die Nachweise, die belegen, dass ein System auch unter unvorhersehbaren realen Bedingungen sicher agiert.

Das Risiko? Die Sicherheit automatisierter Fahrsysteme (ADS) allein an Kennzahlen wie den gefahrenen Kilometern zu messen – ein Wert, der Aufsichtsbehörden, Versicherern und der Öffentlichkeit kaum etwas darüber sagt, worauf es wirklich ankommt.

Die Lösung: Ein strukturiertes, mehrschichtiges Validierungskonzept, das szenariobasierte Tests, Simulation und eine kontinuierliche Überwachung im Betrieb miteinander verbindet.

Öffentliches Vertrauen entsteht nicht durch Innovation allein – es braucht Nachweise.

Dieses Whitepaper gibt einen umfassenden Überblick über die „New Assessment/Test Method“ (NATM), die die VMAD-Arbeitsgruppe der UNECE entwickelt hat. Sie ist das entstehende Regelwerk dafür, wie automatisierte Fahrsysteme künftig weltweit validiert, zugelassen und überwacht werden.

Was diesen Ansatz auszeichnet

  • Er geht über kilometerbasierte Kennzahlen hinaus und setzt auf szenariobasierte Sicherheitsnachweise

  • Er verbindet Simulation, kontrollierte Versuche und Tests unter realen Bedingungen zu einer schlüssigen Strategie

  • Er verankert die Überwachung im Betrieb als dauerhaften Mechanismus der Sicherheitsabsicherung

  • Er berücksichtigt die grundlegenden Unterschiede zwischen der Validierung von ADAS und vollständigen ADS

Was Sie in diesem Whitepaper erwartet

  • Warum Kennzahlen wie die gefahrene Kilometerzahl die Sicherheit von ADS nur begrenzt abbilden

  • Warum Systeme, die seltene Situationen mit schweren Folgen beherrschen müssen, einen anderen Ansatz brauchen

  • Wo die Lücke zwischen Funktionstests und der Betriebssicherheit im Alltag liegt

ADAS vs. ADS: unterschiedliche Systeme, unterschiedliche Anforderungen

  • Die entscheidenden technischen und betrieblichen Unterschiede zwischen ADAS und ADS

  • Was diese Unterschiede für Validierungsstrategie, Haftung und Zulassungsverfahren bedeuten

  • Wie sich die Sicherheitsanforderungen auf dem Weg von der Fahrerassistenz zur vollständigen Automatisierung verändern

Die neue Bewertungs- und Prüfmethode (NATM)

  • Was die NATM ist und warum die VMAD-Gruppe der UNECE sie entwickelt hat

  • Die vier Säulen der NATM: szenariobasierte Tests, Simulation, Versuche unter realen Bedingungen und Audits

  • Wie die NATM eine skalierbare und wiederholbare Nachweisbasis für die Sicherheitszulassung von ADS schafft

Szenariobasierte Tests und Simulation

  • Wie Sie die für die Sicherheit wichtigsten Szenarien definieren und priorisieren

  • Welche Rolle die Simulation bei Randfällen spielt, die auf öffentlichen Straßen nicht sicher getestet werden können

  • Wie virtuelle und physische Tests zusammen einen umfassenden Validierungsdatensatz ergeben

Audits und Überwachung im Betrieb

  • Warum die Zulassung nicht das Ende der Sicherheitsabsicherung ist

  • Wie die kontinuierliche Überwachung im Betrieb sicherheitsrelevantes Verhalten nach der Markteinführung erkennt

  • Welche Rolle Audits dabei spielen, das Vertrauen der Aufsichtsbehörden über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus zu erhalten

Für wen dieses Whitepaper gedacht ist

  • Ingenieure für funktionale Sicherheit und Validierung in ADAS- oder ADS-Projekten

  • Verantwortliche für Typgenehmigung und Regulatorik, die die UNECE-Anforderungen umsetzen

  • Systemarchitekten, die Konzepte zur Sicherheitsabsicherung automatisierter Fahrzeuge entwerfen

  • Programmmanager, die für Entwicklungs- und Zulassungszeitpläne von ADS verantwortlich sind