Automatischer Zugbetrieb
Eisenbahnnetze stehen unter Druck. Sie sollen mehr Fahrgäste befördern, weniger Energie verbrauchen und pünktlicher fahren. Gleichzeitig gelten höchste Sicherheitsstandards. Der von Menschen gesteuerte Zugbetrieb wird dabei zunehmend zum Hemmnis statt zum Vorteil.
Das Risiko? Automatisierungsprogramme unterschätzen oft die Komplexität. Sie betrifft die ATO-Zertifizierung, die Cybersicherheit und den Weg zum Automatisierungsgrad 4 (GoA 4) auf Hauptstreckennetzen.
Die Lösung: ein klares Verständnis von ATO. Und zwar in technischer, betrieblicher und sicherheitstechnischer Hinsicht.
Von der Teilautomatisierung zum autonomen Betrieb – die Weichen sind gestellt
Dieses Whitepaper untersucht den aktuellen Stand des automatischen Zugbetriebs (ATO). Es zeigt den Weg zu vollständig autonomen Zügen auf Hauptstrecken. Im Blick stehen dabei Technologie, Normen und die entscheidende Rolle der Cybersicherheit.
Was diesen Ansatz auszeichnet
Klärt das Verhältnis zwischen ATO und ETCS. Beide ergänzen sich, statt zu konkurrieren
Behandelt GoA 4 direkt. Der Fokus liegt auf System- und Zertifizierungssicht
Bezieht Cybersicherheit durchgängig ein, nicht erst nachträglich
Stützt sich auf die unmittelbaren Erfahrungen von Critical Software aus ATO-Zertifizierungsprojekten
Was dieses Whitepaper enthält
Der heutige Einsatz von ATO im städtischen Nahverkehr und im Fernverkehr
Die bereits realisierten Vorteile bei Effizienz, Kapazität und Emissionen
Die Beziehung zwischen ATO und dem European Train Control System (ETCS)
Der Weg zur vollständigen Automatisierung
Das Rahmenwerk der Automatisierungsgrade (Grades of Automation) und die betriebliche Bedeutung jedes Grades
Automatisierungsgrad 4: die technischen Voraussetzungen und die Gründe für die Komplexität auf Hauptstrecken
Die systemtechnischen Herausforderungen beim Übergang vom überwachten zum unbeaufsichtigten Betrieb
Sicherheit und Zertifizierung
Der für ATO-Systeme geltende CENELEC-Normenrahmen
Die richtige Struktur von Zertifizierungsvorhaben zur Senkung von Programmrisiken
Die Unterstützung durch Critical Software über den gesamten ATO-Entwicklungslebenszyklus
Cybersicherheit im automatisierten Schienenverkehr
Die wachsende Angriffsfläche von Fahrzeugsystemen bei zunehmender Automatisierung
Die Cybersicherheitsrisiken je Automatisierungsgrad
Die Integration der IEC 62443 und bahnspezifischer Sicherheitsanforderungen in ATO-Programme
Für wen dieser Leitfaden gedacht ist
Systemingenieure und -architekten in ATO- oder ETCS-Programmen
Sicherheits- und Zertifizierungsverantwortliche mit Leitung von GoA-Upgrades
Cybersicherheitsingenieure für automatisierte Schienenfahrzeuge
Programmmanager bei Betreibern, Erstausrüstern (OEMs) und Integratoren von Bahntechnik